Ackergifte? Nein danke!


Das Bündnis für eine enkeltaugliche Landwirtschaft und das Umweltinstitut München haben gemeinsam eine bundesweite Studie zur „Pestizid-Belastung der Luft“ in Auftrag gegeben. Die Ergebnisse sind alarmierend: Ackergifte sind überall, in jedem Winkel Deutschlands, auch weit abseits von Äckern!


Über die Luft verbreiten sich die Pestizide bis in Städte und Nationalparks. Wie schädlich sie für Gesundheit und Artenvielfalt sind, kann dabei nur erahnt werden. Wie gefährlich sie für die Bio-Landwirtschaft sind, ist aber jetzt schon klar: Wenn wir nicht sofort handeln, gibt es eines Tages keine Bio-Produkte mehr. Und damit keine giftfreie Ernährung für unsere Kinder und Enkel. Deshalb sagen wir: Ackergifte? Nein danke!


Auf der Webseite ackergifte-nein-danke.de sehen Sie alle Ergebnisse der Studie „Pestizid-Belastung der Luft“, Hintergründe und weiterführende Informationen zur Bedrohung durch Ackergifte. Außerdem finden Sie dort Möglichkeiten, wie Sie sich gegen Ackergifte und die Vergiftung unserer Lebensgrundlagen einsetzen können.

Die Forderungen der Kampagne "Ackergifte? Nein danke!" auf einen Blick:

  • Sofortverbot der in der Luft am meisten verbreiteten Wirkstoffe: Glyphosat, Pendimethalin, Prosulfocarb, Metolachlor und Terbuthylazin
  • Pestizid-Verbot bis 2035: Die EU-Kommission muss bis zum Jahr 2035 schrittweise alle chemisch-synthetischen Pestizide verbieten.
  • Pestizid-Monitoring: Die Bundesregierung muss ein jährliches, deutschlandweites Monitoring über die Verbreitung von Pestiziden in der Luft durchführen und die Kombinationswirkung unterschiedlicher Wirkstoffe in der Natur und im Menschen erforschen. Angekündigte Planungen zu Messungen dürfen nicht wieder zurückgenommen werden.
  • Schadensersatz: Die Bundesregierung muss sicherstellen, dass der Bio-Landbau nicht durch den Einsatz von chemisch-synthetischen Pestiziden aus der konventionellen Landwirtschaft geschädigt wird.
Die Artgerecht Bio-Märkte fördern das Bündnis für enkeltaugliche Landwirtschaft.